BOB Campus, Wuppertal (DE)

Ein Fabriksgelände wurden nach Jahrzehnten des Stillstandes aus dem Familienbesitz in die Gemeinnützigkeit überführt.

Steckbrief
NameBOB CAMPUS
BundeslandNordrhein-Westfalen
AdresseKrühbusch 9, 9b, 11, Max-Planck-Straße 19, 42277 Wuppertal
SchlagworteRevitalisierung, Fabrik, Nutzungsmischung, Nachbarschaftszentrum, Quartiersentwicklung
Kontaktbuero@bob-campus.de
Jahr2023 (Baufertigstellung)
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BOB CAMPUS

Architektur aktuell

raumwerk.architekten

 

Das Projekt

Wuppertal ist eine sehr industriell geprägte Stadt in Nordrhein-Westfalen mit rund 360.000 Einwohner:innen. Oberbarmen ist ein Stadtbezirk im Norden der Stadt, mit sehr heterogener Gebäude- und Siedlungsstruktur, und gilt als „sozialer Brennpunkt“ der Stadt.

In diesem Bezirk liegt der BOB CAMPUS, der auf dem Gelände einer ehemaligen Textilfabrik des Textilunternehmens „August Bünger Bob-Textilwerk“ entwickelt wurde. Bis zum Jahr 2012 wurde auf dem Standort produziert. Nach der Insolvenz des Unternehmens standen die Fabrikhallen und zwei Betriebswohngebäude viele Jahre leer und drohten zu verfallen.

Initiiert von der Montag Stiftung Urbane Räume wurde das Areal nach dem Initialkapital-Prinzip gemeinsam mit der Stadt Wuppertal und lokalen Akteur:innen zu einem offenen Quartierscampus transformiert. Die Planung erfolgte partizipativ und bezog Bewohner:innen des Stadtteils, Initiativen und Institutionen in den Entwicklungsprozess ein. Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der Bildung, Arbeit, Wohnen und soziale Infrastruktur miteinander verbindet.

Die bestehende Fabrikarchitektur wurde dabei weitgehend erhalten und neu genutzt. Die ehemaligen Produktionshallen wurden zu Büro- und Atelierflächen umgebaut. Ebenso wurde eine solide soziale Infrastruktur geschaffen wie Lernräume für eine benachbarte Schule, eine Nachmittagsbetreuung für Schüler:innen, eine Bibliothek, Gastronomie sowie gemeinschaftlich nutzbare Räume. Ergänzt wird das Ensemble durch Wohnungen und einen öffentlich zugänglichen Nachbarschaftspark, der als Treffpunkt für das Quartier dient und Möglichkeiten zum urbanen Gärtnern bietet. 

VorherNachher
  • Leerstehendes Fabriksgelände mit verfallenden Gebäuden
  • Heruntergekommenes Viertel und somit Verstärkung der schlechten Außenwirkung
  • Quartierscampus mit Bildungs-, Arbeits-, Wohn- und Gemeinschaftsnutzung
  • Aufwertung des Quartiers
 

Vorher
 

BOB Campus vor der Entwicklung
BOB Campus vor der Entwicklung

Nachher

BOB Campus heute
BOB Campus heute
BOB Campus Innenansicht
BOB Campus Innenansicht