18. Webinar

Biodiversität auf Brachflächen

23. September 2026, 10–12 Uhr, online

Welchen ökologischen Wert können Brachflächen darstellen?

Durch den manchmal jahrzehntelangen Stillstand bieten Brachflächen wertvolle Rückzugsräume für Tier- und Pflanzenarten in sonst dicht besiedelten Regionen. Die industrielle Vornutzung kann dabei zur Schaffung von sehr speziellen Lebensräumen und -bedingungen führen.

Stillgelegte Industrieanlage mit Kühltürmen und hohem Schornstein unter bewölktem Himmel.

Programm

Eröffnungsworte
Team Brachflächen-Dialog

Einführung: Sind Brachflächen Biodiversitätsinseln? 
tbd (Umweltbundesamt – Team Biologische Vielfalt und Naturschutz)

Naturschutzareal am ehemaligen Verschiebebahnhof Breitenlee
Ferdinand Schmeller (Stadt Wien, MA22 Umweltschutz)

Der Verschiebebahnhof Breitenlee war nur kurz in Betrieb und wurde bereits 1945 stillgelegt. Nach Jahrzehnten als „Stadtwildnisfläche“ startet die Stadt Wien das bisher größte innerstädtische Renaturierungsprojekt.

UNESCO-Welterbe "Zollverein" in Essen: Biodiversität auf Bergbau(brach)flächen
Anna Ehlert (Nachhaltigkeitsbeauftragte der Zeche Zollverein)

Seit der Stilllegung der Zeche 1986 und der Kokerei 1993 stellt das Gelände des heutigen UNESCO-Welterbes einen ganz speziellen Lebensraum dar. Nach und nach erobert sich die Natur das Gelände zwischen den ehemaligen Industrieanlagen zurück.
 

Forschungsprojekt: Lively Cities – Brachflächen als Denkfiguren urbaner Zukünfte
Verena Schröder (Universität Innsbruck)

Lively Cities begreift Brachflächen nicht als Restflächen, sondern als komplexe Geflechte aus menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren wie Pflanzen, Tieren und atmosphärischen Bedingungen. Das führt zu Fragen, wie z.B. „Wie werden Brachflächen im Spannungsfeld von Biodiversität, kreativer Zwischennutzung und wirtschaftlichen Interessen verhandelt?“.

Verabschiedung
Team Brachflächen-Dialog

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