Marktschank, Schenkenfelden (OÖ)
Die ehemalige Schule am Marktplatz wurde von einer Bürger:innengenossenschaft zum Wirtshaus und neuem Orts-Treffpunkt transformiert.
| Steckbrief | |
|---|---|
| Name | Marktschank |
| Bundesland | Oberösterreich |
| Adresse | Markt 1, 4192 Schenkenfelden |
| Schlagworte | Leerstandsnutzung, Ortskernbelebung, Bürger:innengenossenschaft, Gastronomie, Ehrenamt |
| Kontakt | office@marktschank.at |
| Jahr | 2026 |
| Web-Links | Artikel im MeinBezirk: 400 Genossenschafter schaffen Vorzeigeprojekt in Schenkenfelden |
Das Projekt
Schenkenfelden ist eine kleine Marktgemeinde mit rund 1.600 EinwohnerInnen im Bezirk Urfahr-Umgebung. Am Marktplatz steht die ehemalige Schule aus dem Jahr 1883. Das Gebäude diente bis 1975 als Schule und zeitweise auch als Flüchtlingsquartier. Danach wurde es zum Gemeindeamt und Zeughaus der Freiwilligen Feuerwehr umfunktioniert. Nach der Übersiedlung der Feuerwehr in einen Neubau am Ortsrand stand das Erdgeschoss leer, und rund sechs Jahre lang gab es kein Gasthaus mehr im Ortszentrum.
Aus der Bevölkerung entstand die Idee, im Zuge der Sanierung des Amtsgebäudes ein Wirtshaus einzurichten. Gemeinde und LEADER-Region Sterngartl Gusental initiierten dazu einen Bürgerbeteiligungsprozess mit der SPES Zukunftsakademie. Ein 30-köpfiges Kernteam entwickelte mit externen ArchitektInnen Baupläne und Einrichtung. 2024 wurde die BürgerInnengenossenschaft Schenkenfelden gegründet.
Heute zählt die Genossenschaft über 370 Mitglieder, die mit unterschiedlichen Anteilen am Gesamtkapital beteiligt sind. Teile der Bauarbeiten wurden in Eigenleistung erbracht. Gefördert wurde der Umbau durch das Aktionsprogramm Leerstand des Landes Oberösterreich sowie mit LEADER-Mitteln, vor allem für die Innenausstattung. Auf eine Verpachtung wurde bewusst verzichtet. Die Mitarbeitenden sind direkt bei der Genossenschaft angestellt und werden von Freiwilligen unterstützt. Für die Gastronomie werden überwiegend Produkte aus dem Mühlviertel genutzt.
Der Name erinnert an die historische Raststätte „Schenke im Feld“, an der Fuhrleute auf dem Weg nach Böhmen Rast machten und die der Gemeinde ihren Namen gab. 2026 wurde das Projekt mit dem Landessieg beim OÖ. Ortsbildpreis ausgezeichnet.
Im Obergeschoss befindet sich das zeitgleich sanierte Gemeindeamt.
| Vorher | Nachher |
|---|---|
|
|


